3. Internationales Klavierfestival “Piano au Musée Würth”

09. – 18 November 2018

Piano-Festival – u.a. mit André Manoukian, Philipp Entremont, Jean-Marc Luisada, Alexandre Kantarow, Guillaume Bellom, Charlotte Juillard, Jean Lorrain, Trio Pierre de Bethmann, Quatuor Florestan, Emmanuel Coppey u.a.

Das Pianofestival behauptet sich nicht nur als DAS Klavierfestival im Elsass, sondern auch als Kulturveranstaltung von internationaler Reichweite, die der Region glanzvolle Ausstrahlung verleiht.

Infos + Karten: Tel. +33 (3)3 88 64 74 84
 www.musee-wurth.fr

Zu den Highlights zählen in diesem Jahr die Auftritte von Jean-Marc Luisada am 9.11. und André Manoukian am 17.11.

09. November um 20 Uhr  –  Jean-Marc Luisada
“Was hätte Schumann uns erzählt …”

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Sonate en la majeur K 331

Robert Schumann (1810-1856)
Davidsbündlertänze (Danses des Compagnons de David) opus 6

Claude Debussy (1862-1918)
Images, Livre 1
Images, Livre 2

Frédéric Chopin (1810-1849)
Nocturne en si majeur opus 62 n°1
Scherzo en si bémol mineur opus 31

Jean-Marc Luisada wurde von zwei Lehrern, nämlich Marcel Ciampi und Denyse Rivière ausgebildet und zog anschließend nach England, wo er an der Yehudi Menuhin School unterrichtet wurde. Nach seiner Aufnahme in die Klavierklasse von Dominique Merlet und die Kammermusikklasse von Genevieve Joy-Dutilleux am Conservatoire National Supérieure de Musique in Paris errang er den ersten Preis in beiden Fächern. Im Jahr 1978 arbeitete er weiterhin mit Nikita Magaloff, Paul Badura-Skoda und Milosz Magin. 1983 war Jean-Marc Preisträger des Dino Ciani-Wettbewerbs an der Mailänder Scala und 1985 Preisträger des Warschauer Chopin-Wettbewerbs. Sein Erfolg in Warschau rückte ihn auf internationaler Ebene in den Vordergrund. Es folgten weltweite Auftritte. Nachdem er im Anschluss an den Wettbewerb eingeladen worden war, in Japan zu spielen, kehrte er jedes Jahr dorthin zurück, begrüßt von einem treuen Publikum.

1998 schloss Jean-Marc Luisada einen Exklusivvertrag mit RCA Red Seal/BMG ab, in dessen Rahmen er Werke von Bizet und Fauré (eine CD, für die er den großen Schallplattenpreis erhielt), Chopin, Dvorak, Schumann, Mozart, Haydn, Sonaten von Chopin, Liszt und Skrjabin aufnahm. Am 14. September erschien seine Schumann-Aufnahme, in deren Rahmen er die Davidbündlertänze neu hinterfragt.

Virginie Schaeffer-Kasriel schreibt auf der Webseite von Jeanine Roze Production : “Jean-Marc Luisada spielt auf originelle Weise, ohne vorgefasste Provokation, wie die Seele es ihm vorgibt. Aufrichtig und ohne Umschweife, bescheiden und immer mit einem Lachen sowohl auf der Bühne als auch im Leben, gehört er zu den geborenen Charmeuren …”

17. November, 20 Uhr – André Manoukian, Klavier

Als 1957 in Lyon geborener Sohn armenischer Eltern begeisterte sich André bereits mit 6 Jahren für das Klavier. Nachdem er zunächst Medizinstudent war, trat er ein Musikstudium an der Berklee School of Music in Boston an. Er gründete die Gruppe Horn Stuff nach seiner Rückkehr nach Frankreich. 1983 entdeckte er die Sängerin Liane Foly, für die er die ersten Erfolge schuf (Au fur et à mesure, Doucement) und arbeitete danach mit Charles Aznavour, Gilbert Bécaud, Diane Dufresne, Nicole Croisille, Natacha Atlas, Janet Jackson, Camille Bazbaz und Malia zusammen.

André ist dem breiten Publikum wohl bekannt aufgrund seiner Teilnahme an der Casting Show Nouvelle Star (M6) als Jurymitglied, bei der er eine « poetische » und« philosophisch-psycho-erotisch-kosmische» Persönlichkeit voller Begeisterung an den Tag legte. Im Jahr 2006 begann er, mit der afro-britischen Sängerin Malia zusammenzuarbeiten. Er gründete sein eigenes Label (Va Savoir – EMI Group) und brachte das Album Inkala (Juni 2008) mit Laurent Robin (Schlagzeug) und Ira Coleman (Kontrabass) heraus, welches sich durch den Einsatz des armenischen Modalgesangs mit seinen charakteristischen Blue Notes hervorhebt.

Auf dem Album « So in love » befasst er sich mit großen Standards von Cole Porter, Burt Bacharach und George Gershwin, welche von der neuen Szene gesungen werden (Anaïs, Emily Loizeau, Helena Noguerra, Camélia Jordana, Benjamin Siksou, Cocoon, China Moses und Tété). Das Album war ein richtiggehender Erfolg und rangierte im Jahr 2010 unter den fünf meistverkauften Jazz-Alben. Nachdem er sich im «schönsten Tal der Welt» niedergelassen hatte, gründete er im gleichen Jahr Cosmojazz de Chamonix, das erste Jazzfestival in den Bergen.

Er moderiert seit September 2013 um 7 Uhr 20 eine Musikkolumne auf dem Rundfunksender France-Inter.

André Manoukian ist als Talententdecker und hochsensibler Musiker vor allem ein für alle Einflüsse offener Jazzpianist. Lange Zeit hörte er aus der Melancholie nur Klage und Pathos heraus. Er musste den Lack abkratzen, um die ab und an aufblitzende Seele dieser typischen, sowohl Dur als auch Moll umfassenden Singweise zu erkennen, welche sich durch den Gesang Armeniens zieht. In “Melanchology” wird “A Kind Of Mélancholie” zum Ausdruck gebracht, eine ganz persönliche Studie aus zwölf, mal nachdenklichen, mal fröhlichen Melodien, aus Tänzen, die den Zuhörer nicht mehr loslassen, und Balladen, welche nicht mehr aus dem Kopf gehen, alle stets bis ins Kleinste ausgefeilt. André Manoukian wählte darauf eingestellte Partner: Stéphane Huchard (Schlagzeug), Christophe Wallemme (Kontrabass) und Hervé Gourdikian (Saxo, Duduk), welche bereit sind, ein langfristiges Abenteuer einzugehen, um eine Gruppe und einen möglichst überzeugenden Klang aufzubauen.

Infos + Karten: Tel. +33 (3)3 88 64 74 84
www.musee-wurth.fr

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