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Riegel – kunsthalle messmer mit „Licht & Bewegung“

„Licht & Bewegung“  18.11.2017 – 28.01 2018

Ich sehe was, das du nicht siehst! Oder doch?

Wie trügerisch die eigene Wahrnehmung sein kann zeigt sich in der neuen Ausstellung „Licht und Bewegung“ der kunsthalle messmer. Hier dreht sich alles um leuchtende Farben, optische Täuschungen und kinetische Kunst.
Der Besucher ist in dieser Ausstellung mehr als nur Betrachter der Kunst. Er tritt in Interaktion mit den Werken und wird so in die Ausstellung miteinbezogen.
Kunst erleben ist hier Programm!
Künstler wie Victor Vasarély, Hans Kotter, Regine Schumann, Carlos Cruz Diez, Siegfried Kreitner, Kammerer-Luka, Adriano Piu und viele weitere fordern den Besucher zur intensiven Wahrnehmung auf, zeigen deren Grenzen und übersteigen sie.
Auch bei den zahlreichen weiteren Kunstwerken, die unter anderem aus der Sammlung Messmer selbst stammen, stehen die Konzepte von Licht, Bewegung, Farbe und Raum im Zentrum der Aufmerksamkeit.
Die ausgestellten Werke bieten viel Abwechslung und interessante Wahrnehmungsmöglichkeiten von Kunst ganz allgemein und vom eigenen Sehen. Dabei werden nicht nur optisch viele neue Perspektiven eröffnet.

Öffnungszeiten: Di – So 10-18 h, Rollstuhl-gerechtes Museum.
Freier Einritt mit Museumspass
Infos: Tel: 07642-920 16  20
http://www.kunsthallemessmer.de

Victor Vasarély ( *1906, Pécs † 1997, Paris) ist ein französischer Maler ungarischer Abstammung. Zunächst widmete sich Vasarély konstruktiven, geometrischen Formen, bevor er sich der kinetischen Kunst zuwandte. Später war er Mitbegründer der Stilrichtung Op-Art, die sich vor allem mit optischen Effekten, wie den Anschein von Bewegung oder Flimmern und optischen Täuschungen auseinandersetzt.

Carlos Cruz Diez (* 1923, Caracas) kommt aus Venezuela, lebt in Paris und präsentiert seine Kunstwerke in der ganzen Welt. Er ist ein Protagonist der kinetischen und optischen Kunst, der sich als einer der wichtigsten Akteure und Denker des 20. Jahrhundert im Bereich der Farben etabliert hat. In seinen visuellen Werken experimentiert er mit der Wahrnehmung von Farbe als autonome Wirklichkeit.

Regine Schumann (* 1961, Goslar), ebenfalls eine deutsche Malerin und Lichtkünstlerin, fokussiert sich in ihren Arbeiten auf fluoreszierende Materialien, die ihre Wirkung bei Schwarzlicht entfalten. Die zugeführte Lichtenergie resultiert dabei immer in anderen Wirkungen des Lichtes und der Farben. Ihre Farbkörper setzt Schumann gemäß der Farbenlehre Goethes zusammen, die versucht, Farbe in ihrer Gesamtheit zu erfassen. Ihr Ziel: „Raumtemperaturen“ schaffen.

Der deutsche Künstler Hans Kotter (*1966, Mühldorf am Inn) arbeitet im Bereich der Fotografie, Konzept- und Objektkunst. Zu seinen Werken zählen auch minimalistische Lichtinstallationen in intensiv leuchtenden Farben, wie sie auch in der Ausstellung zu sehen sein werden. Im Zentrum seiner Arbeit steht dabei das Verhältnis von Licht, Farbe und Raum.

Mit dem Verhältnis von Farben und Formen und deren Wirkung arbeitet auch der in Frankreich lebende deutsche Künstler Gerhard Friedrich Ludwig mit dem Künstlernamen Kammerer-Luka (*1929, Gernsbach). Das zeigt sich nicht nur in seinen konkret und gestisch konzipierten 2

Kunstwerken. 1968 war er Mitbegründer der „Groupe Couleur“, die sich für mehr Farbe im öffentlichen Raum aussprach.

Aus Italien stammt ein weiterer wichtiger Vertreter der kinetischen Kunst, der Maler und Bildhauer Adriano Piu (*1954, Friaul). Er widmete sich schon in seiner Jugend der Malerei und fand schnell den Gefallen an der Arbeit an Metallskulpturen. Die Kombination zwischen Malerei und Bildhauerei zeigt sich in der Ausstellung in der kunsthalle messmer. Hier zeigt Adriano Piu seine Serie INTERLOCUTORY MOVEMENT mit verschiebbaren Holzelementen. Er bietet damit eine spannende Varianz an dargestellten Motiven und ermöglicht eine Interaktion des Betrachters mit der Kunst.

Bewegung und Licht sind auch die bestimmenden Elemente in den teils leuchtenden Metallskulpturen von Siegfried Kreitner (*1967, Simbach am Inn). Sie wirken wie technische Objekte und dienen dabei jedoch keinem besonderen Zweck. „Minimalkinetik“ ist sein Ausdruck einerseits für die geringe Geschwindigkeit der elektromotorgetriebenen beweglichen Teile an den Skulpturen. Auf der anderen Seite bezieht er sich damit auf die größtenteils schmucklos gestalteten Arbeiten. Durch die Zusammenarbeit mit seiner Partnerin und Malerin Annegret Hoch nahm er auch nach und nach farbige Elemente mit in sein Werk auf.

Der kinetischen Kunst hat sich ebenfalls Ludwig Wilding (*1927, Grünstadt † 2010, Buchholz i.d.N.) verschrieben. In seinen zweidimensionalen Werken schafft er durch die Überlagerung von Linienstrukturen die Illusion von Bewegung. Durch die aktiven Partizipationsmöglichkeiten stellt er auch die Beziehung vom Betrachter, Kunstwerk und Künstler ins Zentrum und in Frage. Wilding war außerdem Professor an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg. Gemeinsam mit seiner Frau und der Stadt Ingolstadt gründete er die Stiftung für Konkrete Kunst und Design.

Auch bei den zahlreichen weiteren Kunstwerken, die unter anderem aus der Sammlung Messmer selbst stammen, stehen die Konzepte von Licht, Bewegung, Farbe und Raum im Zentrum der Aufmerksamkeit. Die ausgestellten Werke bieten viel Abwechslung und interessante Wahrnehmungsmöglichkeiten von Kunst ganz allgemein und vom eigenen Sehen. Dabei werden nicht nur optisch viele neue Perspektiven eröffnet.

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