Ausstellung: NAMIBIA –
Kunst einer jungen geNerATION
28. September – 26. Mai 2019

Werke aus der Sammlung Würth & Leihgaben
F – Erstein, Musée Würth France

geöffnet Di-Sa 10 – 17 Uhr, So 10 – 18 Uhr
Tel. +33 (0)3 88 64 74 84
www.musee-wurth.fr

Die Ausstellung lädt dazu ein, sich mit den Werken von ungefähr vierzig zeitgenössischen Künstlern vertraut zu machen, welche in Namibia leben und arbeiten. Die Ausstellung mit ihren 150 Werken zeichnet das Portrait einer schöpferischen und kreativen künstlerischen Szene, nämlich jener einer jungen Nation, die von ihrer Unabhängigkeit im Jahr 1990 zutiefst geprägt ist.

Beate HAMALWA, Rote Veloursleder-Kollektion Ohne Datum, Photographie / Fotografie, Collection Würth

 Der Begriff junge geNerATION erinnert an die Existenz zweier Künstlergruppen: eine kurz vor der Unabhängigkeit geborene Generation, welche eine gemeinsame geschichtliche, soziale und politische Zugehörigkeit teilt, sowie eine ältere

Margaret COURTNEY-CLARKE, #5850, 2014 Photographie / Fotografie, Collection Würth,

Künstlergeneration, welche unter südafrikanischer Besetzung und der Apartheid lebte und heute den tiefgreifenden Umbruch in ihrer aufstrebenden Nation erforscht. Zwischen diesen beiden Gruppen liegt eine als « Übergangsgeneration » bezeichnete Generation, welche für das neue Gleichgewicht zweier gegensätzlicher Epochen maßgeblich ist und als Vektor zwischen der Zeit vor und nach der Unabhängigkeit auftritt.

Gisela FARREL, Schönes Namibia, 2014, Acrylique sur toile / Acryl auf Leinwand, Collection Würth

Die Ausstellung entwickelt einen Dialog zwischen diesen Generationen über große Themenbereiche wie die namibische Landschaft (Barbara Böhlke, Nicky Marais) oder die Spiritualität (Ndasuunje Papa Shikongeni, Lukas Amakali). Wenn auch mehrere Künstler ihren Blick der Vergangenheit zuwenden (Margaret Courtney-Clarke, Nicola Brandt) und sich bemühen, die letzten Überreste einer bedrohten Identität zu vertreten, ließ die Unabhängigkeit des Landes ebenfalls neue Problemstellungen zu Tage treten, wie den übermäßigen Konsum (Fillipus Sheehama, Ismael Shivute), soziale Ungleichheiten (Elvis Garoeb, Ilovu Homateni) oder die Kommunikation (Alpheus Mvula, Urte R. Remmert). Hin- und hergerissen zwischen der Erinnerung an ihr kulturelles Erbe und der aktuellen sozialen, politischen und wirtschaftlichen Realität, vertreten die zeitgenössischen namibischen Künstler eine ausgefallene Sicht ihres Landes.

Verschiedene Techniken werden in der Ausstellung vorgestellt: Zeichnung, Malerei, Fotographie, aber auch stärker vom Kunsthandwerk geprägte Ausdrucksformen, wie das Quilten bzw. aktuellere Ausdrucksformen, wie das Recycling. Festzuhalten sind ebenfalls ein besonderes Interesse an den Vervielfältigungstechniken, wie Linolschnitt und Flexodruck, sowie bedeutendere dreidimensionale Werke, bei denen Stein, Sand, Eisen, Holz oder Wachs zum Einsatz gelangen.

geöffnet Di-Sa 10 – 17 Uhr, So 10 – 18 Uhr
Tel. +33 (0)3 88 64 74 84
www.musee-wurth.fr

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